„Antihelden in drei Sprachen“. Ein Titel wie eine Drohung, nicht wahr? Wer möchte schon ein Antiheld sein? Aber sehen wir uns doch einmal um: Die Welt ist voll davon. Sie wimmelt von Besserwissern, professionellen Aufschiebern und tragischen Sofa-Philosophen. Ein ganzes, überbevölkertes Biotop der Vorhersehbarkeit.
Das Phänomenale an dieser Sammlung ist nicht etwa, dass sie versucht, sublim oder erhaben zu sein. Nein, nein: sie macht sich gar nicht erst die Mühe. Hier wird keine große Poesie inszeniert, sondern das ganz normale, etwas zerknitterte Leben seziert. Wer singt denn sonst im Erst über die existenzielle Notwendigkeit einer mitreißend fettigen Bratwurst? Wer widmet ein Lied dem epischen Kampf gegen eine Frustpackung Schokoladeneis ? Es ist eine feine, fast schon boshafte Choreografie der alltäglichen menschlichen Schwächen.