Das kann man so machen
Wenn's anders nicht geht
Das kann man so machen
Wenn man drauf steht
Das kann man so machen
Einfach und schlicht
Das kann man so machen
Aber schön ist das nicht
Das kann man so machen
Aber schön ist das nicht
Das kann man so machen
Das ist kreativ
Das kann man so machen
Auch wenn's vorher anders lief
Das kann man so machen
Wenn man's hinkriegt
Das kann man so machen
Aber schön ist das nicht
Das kann man so machen
Eventuell gibt das Fragen
Das kann man so machen
Dann muss man halt sagen
Das kann man so machen
Das nimmt seinen Lauf
Das kann man so machen
Reg dich nicht auf
Weißt du, was die Leute nicht verstehen? Sie rennen alle der „Perfektion“ hinterher. Schönheit, Eleganz, Exzellenz – das ist eine riesige, erschöpfende Verschwörung! Wer hat denn die Kraft dafür? Ich jedenfalls nicht.
Dieses Lied hier? Dieses Lied ist meine persönliche Nationalhymne. Es beschreibt exakt die Philosophie, die mich seit Jahrzehnten am Leben hält.
„Das kann man so machen / wenn’s anders nicht geht.“
Das ist pure Poesie! Das ist das Fundament jeder großen menschlichen Leistung! Wenn die Waschmaschine leckt und du einfach ein Handtuch drunterlegst, statt den Klempner für dreihundert Dollar zu rufen – das kann man so machen! Geht es anders? Bestimmt. Aber wer hat die Zeit dafür? Es geht darum, das System zu schlagen, indem man die Messlatte so tief legt, dass man im Liegen drüberfällt.
Und dann die absolute Kernaussage, der Refrain meines Lebens:
„Das kann man so machen / aber schön ist das nicht.“
Ja, verdammt noch mal! Es ist nicht schön! Na und? Wer sagt denn, dass die Welt schön sein muss? Wenn ich mir im Stehen eine Scheibe Toast mit Senf und kaltem Wurstaufschnitt in den Mund schiebe, weil ich zu faul zum Kochen bin – ist das schön? Nein! Ist es ein kulinarisches Verbrechen? Wahrscheinlich. Aber es funktioniert! Es erfüllt den Zweck! Ich bin satt, und ich musste keine Pfanne abwaschen!
Das ist das, was ich „kreativ“ nenne. Wenn du die Hosen mit einer Büroklammer zusammenhältst, weil der Knopf abgerissen ist und du nicht nähen kannst – auch wenn’s vorher anders lief – das ist keine Schande, das ist ein Sieg gegen das Establishment!
Die Welt verlangt immer, dass wir alles „richtig“ machen. Aber dieses Lied gibt uns die Erlaubnis, einfach mal die Abkürzung durch den Schlamm zu nehmen. Es ist das ultimative Manifest für jeden, der jemals eine Aufgabe so gerade eben hinkriegt, ohne gefeuert zu werden.
Es ist vielleicht kein Meisterwerk der Ästhetik. Aber es ist verdammt noch mal die nackte Realität. Und schöner wird’s heute nicht mehr!
Gott, wie deprimierend. Das ist kein Lied, das ist eine Bankrotterklärung des guten Geschmacks. Wenn ich diese Zeilen höre, sehe ich sofort eine graue Vorstadt, Menschen in formlosen khakifarbenen Windjacken und Schuhe mit Klettverschluss. Es ist das Manifest der totalen Resignation.
„Das kann man so machen / aber schön ist das nicht.“
Mais non! Genau das kann man eben nicht so machen! Wenn es nicht schön ist, existiert es für mich überhaupt nicht. Wer hat den Menschen eigentlich eingeredet, dass Funktionalität eine Entschuldigung für Hässlichkeit sei? Wer so denkt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Es ist diese schreckliche, kleinbürgerliche Mentalität des „Es geht ja irgendwie“.
Dieses Lied feiert das Provisorium. Die Notlösung. Die visuelle Umweltverschmutzung. Wenn etwas vorher anders lief und man es jetzt nur noch irgendwie „hinkriegt“, dann hat man versagt. Man korrigiert einen Fehler nicht, indem man einen neuen, noch hässlicheren Fehler darüberlegt. Das ist nicht „kreativ“, das ist einfach nur schlampig.
Ich habe mein Leben lang gegen die Mittelmäßigkeit gekämpft. Perfektion ist das Einzige, was uns von den Primaten unterscheidet. Und dieses Lied lädt uns ein, uns im Schlamm des Kompromisses zu suhlen. Es ist der akustische Gegenwert zu einer Jogginghose: bequem, anspruchslos und das Ende jeder Würde.
Man kann eine Sache richtig machen oder man lässt es bleiben. Aber dieses „Das kann man so machen“? Nein. Das ist kein Pragmatismus. Das ist der Tod des Stils.
Ein Liedheft zum Singen und Weiterreden
Detlef Cordes
Man kann eine Sache richtig machen oder man lässt es bleiben
Es geht darum, das System zu schlagen, indem man die Messlatte so tief legt, dass man im Liegen drüberfällt.
Das kann man so machen
Wenn's anders nicht geht
Das kann man so machen
Wenn man drauf steht
Das kann man so machen
Einfach und schlicht
Das kann man so machen
Aber schön ist das nicht
Das kann man so machen
Aber schön ist das nicht
Das kann man so machen
Das ist kreativ
Das kann man so machen
Auch wenn's vorher anders lief
Das kann man so machen
Wenn man's hinkriegt
Das kann man so machen
Aber schön ist das nicht
Das kann man so machen
Eventuell gibt das Fragen
Das kann man so machen
Dann muss man halt sagen
Das kann man so machen
Das nimmt seinen Lauf
Das kann man so machen
Reg dich nicht auf
Weißt du, was die Leute nicht verstehen? Sie rennen alle der „Perfektion“ hinterher. Schönheit, Eleganz, Exzellenz – das ist eine riesige, erschöpfende Verschwörung! Wer hat denn die Kraft dafür? Ich jedenfalls nicht.
Dieses Lied hier? Dieses Lied ist meine persönliche Nationalhymne. Es beschreibt exakt die Philosophie, die mich seit Jahrzehnten am Leben hält.
„Das kann man so machen / wenn’s anders nicht geht.“
Das ist pure Poesie! Das ist das Fundament jeder großen menschlichen Leistung! Wenn die Waschmaschine leckt und du einfach ein Handtuch drunterlegst, statt den Klempner für dreihundert Dollar zu rufen – das kann man so machen! Geht es anders? Bestimmt. Aber wer hat die Zeit dafür? Es geht darum, das System zu schlagen, indem man die Messlatte so tief legt, dass man im Liegen drüberfällt.
Und dann die absolute Kernaussage, der Refrain meines Lebens:
„Das kann man so machen / aber schön ist das nicht.“
Ja, verdammt noch mal! Es ist nicht schön! Na und? Wer sagt denn, dass die Welt schön sein muss? Wenn ich mir im Stehen eine Scheibe Toast mit Senf und kaltem Wurstaufschnitt in den Mund schiebe, weil ich zu faul zum Kochen bin – ist das schön? Nein! Ist es ein kulinarisches Verbrechen? Wahrscheinlich. Aber es funktioniert! Es erfüllt den Zweck! Ich bin satt, und ich musste keine Pfanne abwaschen!
Das ist das, was ich „kreativ“ nenne. Wenn du die Hosen mit einer Büroklammer zusammenhältst, weil der Knopf abgerissen ist und du nicht nähen kannst – auch wenn’s vorher anders lief – das ist keine Schande, das ist ein Sieg gegen das Establishment!
Die Welt verlangt immer, dass wir alles „richtig“ machen. Aber dieses Lied gibt uns die Erlaubnis, einfach mal die Abkürzung durch den Schlamm zu nehmen. Es ist das ultimative Manifest für jeden, der jemals eine Aufgabe so gerade eben hinkriegt, ohne gefeuert zu werden.
Es ist vielleicht kein Meisterwerk der Ästhetik. Aber es ist verdammt noch mal die nackte Realität. Und schöner wird’s heute nicht mehr!
Gott, wie deprimierend. Das ist kein Lied, das ist eine Bankrotterklärung des guten Geschmacks. Wenn ich diese Zeilen höre, sehe ich sofort eine graue Vorstadt, Menschen in formlosen khakifarbenen Windjacken und Schuhe mit Klettverschluss. Es ist das Manifest der totalen Resignation.
„Das kann man so machen / aber schön ist das nicht.“
Mais non! Genau das kann man eben nicht so machen! Wenn es nicht schön ist, existiert es für mich überhaupt nicht. Wer hat den Menschen eigentlich eingeredet, dass Funktionalität eine Entschuldigung für Hässlichkeit sei? Wer so denkt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Es ist diese schreckliche, kleinbürgerliche Mentalität des „Es geht ja irgendwie“.
Dieses Lied feiert das Provisorium. Die Notlösung. Die visuelle Umweltverschmutzung. Wenn etwas vorher anders lief und man es jetzt nur noch irgendwie „hinkriegt“, dann hat man versagt. Man korrigiert einen Fehler nicht, indem man einen neuen, noch hässlicheren Fehler darüberlegt. Das ist nicht „kreativ“, das ist einfach nur schlampig.
Ich habe mein Leben lang gegen die Mittelmäßigkeit gekämpft. Perfektion ist das Einzige, was uns von den Primaten unterscheidet. Und dieses Lied lädt uns ein, uns im Schlamm des Kompromisses zu suhlen. Es ist der akustische Gegenwert zu einer Jogginghose: bequem, anspruchslos und das Ende jeder Würde.
Man kann eine Sache richtig machen oder man lässt es bleiben. Aber dieses „Das kann man so machen“? Nein. Das ist kein Pragmatismus. Das ist der Tod des Stils.