Irgendwo musst du anfangen,
und irgendwie auch.
Irgendwo musst du anfangen
sonst ist alles Schall und Rauch
was du dir vorgenommen hast
auch wenn's jetzt viellicht nicht passt
irgendwo musst du anfangen
und irgendwie auch.
Irgendwo musst du anfangen,
denn irgendwann hört es auf.
Irgendwie musst du anfangen
Die meiste Zeit geht beim Anfangen drauf.
sich endlich aufzuraffen
um doch mal was zu schaffen
Irgendwo musst du anfangen,
denn irgendwann hört es auf.
Erst sieht es riesengroß aus
das ist es nicht, mach dir nichts drauß
Weil du das ganz klar schaffst
wenn du dich dran machst.
Wissen Sie, das Problem mit der Gegenwart ist, dass die Leute das Planen für eine Leistung halten. Sie kultivieren ihre Absichten wie seltene Orchideen. Aber Absichten ohne Anfang sind nichts weiter als intellektueller Müll, der den Kopf verstopft.
Dieses Lied tut etwas herrlich Unmodernes: Es verweigert das Pathos. Es ist kein motivationales Tschakka-Geschrei, sondern die ehrliche Bestandsaufnahme eines Taxifahrers, der die Hupe betätigt.
„Die meiste Zeit geht beim Anfangen drauf.“
Jeder, der schon mal vor einem leeren Blatt Papier saß, weiß, dass das die nackte Wahrheit ist. Das Drama des Menschseins entscheidet sich auf den ersten zwei Zentimetern. Der Berg vor uns ist meistens nur eine optische Täuschung unserer eigenen Trägheit.
Das Lied nimmt dem Anfangen die existenzielle Schwere, ohne uns zu bemitleiden. Es serviert uns stattdessen die einzige Deadline, die wirklich zählt: „denn irgendwann hört es auf.“ Das ist kein sentimentaler Trost, das ist nackter Pragmatismus. Wenn wir unendlich Zeit hätten, könnten wir das Anfangen den nächsten Generationen überlassen. Haben wir aber nicht.
Es ist kein intellektuelles Kunststück, es ist ein Handwerkzeug. Der sprichwörtliche Tritt in den Hintern, den man nicht für tausend Dollar beim Coach kauft, sondern von einem ehrlichen Freund kriegt, der das Gejammer nicht mehr hören kann.
Es hat verdammt noch mal recht. Also hören Sie auf - fangen Sie an!
Das ist der größte Fehler deines Lebens! Anfangen ist der Tod, verstehst du das nicht? Der absolute Tod!
Sobald du anfängst, bist du geliefert. Du bist messbar. Du bist angreifbar! Wenn ich nur plane, bin ich ein Genie. Ein unentdecktes, verkanntes Genie, das kurz vor dem ganz großen Wurf steht. In meinem Kopf ist dieses Projekt perfekt. Es ist makellos! Warum sollte ich diese wunderschöne, utopische Vision zerstören, indem ich sie mit der hässlichen Fratze der Realität konfrontiere?
95 Prozent des Erfolgs bestehen aus reiner, solider, strategischer Planung. Weißt du, was die restlichen 5 Prozent sind? Arbeit. Und wer will das? Niemand! Wenn du arbeitest, kannst du scheitern. Wenn du planst, bist du einfach nur „beschäftigt“. Ich sitze seit drei Wochen mit einem Klemmbrett im Café, starre wichtig in die Luft und seufze schwer. Die Leute denken, ich rette die Welt! Wenn ich jetzt tatsächlich anfange, merken sie, dass ich keine Ahnung habe, was ich tue!
Und überhaupt: „Weil du das ganz klar schaffst / wenn du dich dran machst.“ Wer schreibt denn sowas? Ein Psychopath! Ich schaffe überhaupt nichts! Wenn ich mich dran mache, merke ich nach fünf Minuten, dass mir der Rücken wehtut, die Software ein Update braucht und ich eigentlich Hunger auf ein Pastrami-Sandwich habe.
Nein, mein Freund. Der Trick im Leben ist, den Anfang so weit hinauszuzögern, bis sich das Problem von alleine erledigt hat oder jemand anderes die Schuld bekommt. Solange du planst, hast du Potenzial. Sobald du anfängst, hast du nur noch eine Deadline und tierische Angst.
Ich bleibe beim Planen. Das ist sicher. Da gibt es Kaffee.
Ein Liedheft zum Singen und Weiterreden
Detlef Cordes
Das ist der Spiegel deiner eigenen Schwäche: Du schiebst auf, du frisst Frust in dich hinein, du suchst Ausreden vor dem Bildschirm. Akzeptiere die nackte Wahrheit deines Versagens, steh auf und hol dir verdammt noch mal die Disziplin zurück.
„Das ist kein Programm, das ist mein ganzes Leben! Man schiebt die Dinge auf, man isst aus purem Frust ein Kilo Eis, man blamiert sich bis auf die Knochen – und am Ende wollen alle auch noch, dass man sich 'abregt'? Ich sag dir wie es ist: Die Welt ist gegen uns, und die Bratwurst ist das Einzige, was mir noch geblieben ist!“
Irgendwo musst du anfangen,
und irgendwie auch.
Irgendwo musst du anfangen
sonst ist alles Schall und Rauch
was du dir vorgenommen hast
auch wenn's jetzt viellicht nicht passt
irgendwo musst du anfangen
und irgendwie auch.
Irgendwo musst du anfangen,
denn irgendwann hört es auf.
Irgendwie musst du anfangen
Die meiste Zeit geht beim Anfangen drauf.
sich endlich aufzuraffen
um doch mal was zu schaffen
Irgendwo musst du anfangen,
denn irgendwann hört es auf.
Erst sieht es riesengroß aus
das ist es nicht, mach dir nichts drauß
Weil du das ganz klar schaffst
wenn du dich dran machst.
Wissen Sie, das Problem mit der Gegenwart ist, dass die Leute das Planen für eine Leistung halten. Sie kultivieren ihre Absichten wie seltene Orchideen. Aber Absichten ohne Anfang sind nichts weiter als intellektueller Müll, der den Kopf verstopft.
Dieses Lied tut etwas herrlich Unmodernes: Es verweigert das Pathos. Es ist kein motivationales Tschakka-Geschrei, sondern die ehrliche Bestandsaufnahme eines Taxifahrers, der die Hupe betätigt.
„Die meiste Zeit geht beim Anfangen drauf.“
Jeder, der schon mal vor einem leeren Blatt Papier saß, weiß, dass das die nackte Wahrheit ist. Das Drama des Menschseins entscheidet sich auf den ersten zwei Zentimetern. Der Berg vor uns ist meistens nur eine optische Täuschung unserer eigenen Trägheit.
Das Lied nimmt dem Anfangen die existenzielle Schwere, ohne uns zu bemitleiden. Es serviert uns stattdessen die einzige Deadline, die wirklich zählt: „denn irgendwann hört es auf.“ Das ist kein sentimentaler Trost, das ist nackter Pragmatismus. Wenn wir unendlich Zeit hätten, könnten wir das Anfangen den nächsten Generationen überlassen. Haben wir aber nicht.
Es ist kein intellektuelles Kunststück, es ist ein Handwerkzeug. Der sprichwörtliche Tritt in den Hintern, den man nicht für tausend Dollar beim Coach kauft, sondern von einem ehrlichen Freund kriegt, der das Gejammer nicht mehr hören kann.
Es hat verdammt noch mal recht. Also hören Sie auf - fangen Sie an!
Das ist der größte Fehler deines Lebens! Anfangen ist der Tod, verstehst du das nicht? Der absolute Tod!
Sobald du anfängst, bist du geliefert. Du bist messbar. Du bist angreifbar! Wenn ich nur plane, bin ich ein Genie. Ein unentdecktes, verkanntes Genie, das kurz vor dem ganz großen Wurf steht. In meinem Kopf ist dieses Projekt perfekt. Es ist makellos! Warum sollte ich diese wunderschöne, utopische Vision zerstören, indem ich sie mit der hässlichen Fratze der Realität konfrontiere?
95 Prozent des Erfolgs bestehen aus reiner, solider, strategischer Planung. Weißt du, was die restlichen 5 Prozent sind? Arbeit. Und wer will das? Niemand! Wenn du arbeitest, kannst du scheitern. Wenn du planst, bist du einfach nur „beschäftigt“. Ich sitze seit drei Wochen mit einem Klemmbrett im Café, starre wichtig in die Luft und seufze schwer. Die Leute denken, ich rette die Welt! Wenn ich jetzt tatsächlich anfange, merken sie, dass ich keine Ahnung habe, was ich tue!
Und überhaupt: „Weil du das ganz klar schaffst / wenn du dich dran machst.“ Wer schreibt denn sowas? Ein Psychopath! Ich schaffe überhaupt nichts! Wenn ich mich dran mache, merke ich nach fünf Minuten, dass mir der Rücken wehtut, die Software ein Update braucht und ich eigentlich Hunger auf ein Pastrami-Sandwich habe.
Nein, mein Freund. Der Trick im Leben ist, den Anfang so weit hinauszuzögern, bis sich das Problem von alleine erledigt hat oder jemand anderes die Schuld bekommt. Solange du planst, hast du Potenzial. Sobald du anfängst, hast du nur noch eine Deadline und tierische Angst.
Ich bleibe beim Planen. Das ist sicher. Da gibt es Kaffee.