Entstanden in den Jahren 1822–1823 in Berlin. Heine unterläuft die gängigen Klischees romantischer Abschiedsszenen: Während der übliche Abschied reich an großen Gesten und unmittelbaren Tränen ist, verläuft die Trennung hier in einer erstarrenden, fast sachlichen Stille. Die emotionale Erschütterung bricht sich erst zeitversetzt Bahn – ein prägnantes Porträt verspäteter Trauer und emotionaler Schockstarre. Das Gedicht erschien 1823 im „Lyrischen Intermezzo“ (Gedicht Nr. 52) und 1827 im „Buch der Lieder“.