Nur einer kann gewinnen

Artwork: Nur einer kann gewinnen

Über dieses Lied

Was tun, wenn zwei Kandidaten sympathisch sind und man sich trotzdem für einen entscheiden muss? „Nur einer kann gewinnen“ erzählt von der Unsicherheit vor einer Wahl, von persönlichen Vorbehalten und politischen Differenzen – aber auch von Respekt für denjenigen, der am Ende verliert. Ein Chanson über demokratische Entscheidungen und die Fähigkeit, fair zu bleiben, wenn nicht alle gewinnen können. Ein Lied von Detlef Cordes.

Nur einer kann gewinnen, was ja schade ist
wenn du genau wie ich ein bisschen unsicher bist:
und beide ausgesprochen sympathisch findest
und dich mit `nem Kreuzchen für 8 Jahre bindest?
Wie entwickelt sich der wohl im Amt?
Das ist für dich bis dato unbekannt.

Nur einer kann gewinnen, was ja schade ist,
wenn du mal den Verlierer nicht vergisst.
Der hat verdammt viel Zeit investiert,
und Mühe und Herzblut: und nun ist es passiert.
Da kann man mal überparteilich "Danke!" sagen
jenseits der Differenzen in einigen Fragen.

Mancher von uns hat ein klares No-Go,
manchen gefällt die Partei nicht so.
Manche wollen überhaupt was ganz and'res
sowohl hier als auch für die Geschicke des Landes.

Nur einer kann gewinnen, was ja schade ist
wenn du genau wie ich ein bisschen unsicher bist:
und beide ausgesprochen sympatisch findest
und dich mit `nem Kreuzchen für 8 Jahre bindest?
Egal wie wir uns entscheiden:
Ich habe Vertrauen zu den beiden.

Anmerkungen

Dieses Lied habe ich zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters von Rotenburg (Wümme) am 27. September 2026 geschrieben.

Ich hatte Gelegenheit, sowohl mit Henning Poppe als auch mit Stefan Fuchs längere Gespräche zu führen – und was soll ich sagen: Mit den beiden kann man lange Gespräche führen, kann seine Gedanken frank und frei mitteilen – und sie geben Antworten, mit denen man etwas anfangen kann. Auch wenn einem die Antworten nicht immer gefallen. Logisch.

Mir besonders wichtig: Man kann mit ihnen kultiviert geteilter Meinung sein. Denn unter Erwachsenen ist das so: Es gibt nicht die eine, gültige „amtliche“ Meinung.

Kluge, empathische und moralisch integre Menschen können zu unterschiedlichen Güterabwägungen kommen und sich trotzdem respektieren. Ich glaube, das nennt man Toleranz.

Und weil es auch bei uns in Rotenburg gerade ziemlich auseinandergeht mit den Auffassungen, insbesondere in der Politik, sind die beiden die richtigen Schnittstellen für alle Bürgerinnen und Bürger. Weil sie nicht nur das Herz, sondern auch die Ohren am richtigen Fleck haben: zum Hören und Wahrnehmen.

Artwork: Nur einer kann gewinnen