Anmerkungen
Wie dieses Lied entstanden ist
Es ist gefährlich, nachts, wenn man nicht schlafen kann, zu surfen.
Es ist auch gefährlich, Schachtelsätze zu formulieren, wenn man unsicher in der Kommasetzung ist.
Wie mein Versicherungsvertreter zu sagen pflegte: „Detlef – das ganze Leben ist lebensgefährlich.“
Und das wird dir natürlich besonders bewusst, wenn dich die Blase in den sehr frühen Morgenstunden geweckt hat und du anschließend den Schlaf nicht mehr findest. Obwohl ich weiß, dass das meistens nicht gut geht, öffnete ich Facebook und schaute, was Menschen aus meinem Freundeskreis so gepostet hatten.
Jedenfalls stand ich danach hochkant im Bett und hatte sofort diese Zeile im Kopf: „Wenn du denkst, es kann nicht sein, horch mal genau in dich rein.“
Denn manchmal siehst du etwas vor dir und denkst zuerst: Das kann nicht sein. Vielleicht ist es von einem Bot. Vielleicht wurde ein Account gekapert. Vielleicht kann das doch nicht wirklich jemand ernst meinen.
Und dann stellst du fest: Es ist kein Bot. Der Account ist nicht gekapert. Und viele Leute haben den Beitrag sogar geliket.
Genau da beginnt die Frage, die hinter dem Lied „Wenn du denkst, es kann nicht sein“ steckt: Was ist eigentlich Fakt – und was passiert nur in meinem Kopf?
Und wenn du nachts wirklich wieder zur Ruhe kommen willst, hilft vielleicht ein Vortrag über die letzten römischen Kaiser auf YouTube.