Tarnen, täuschen, verpissen – so flüchten wir vor dem Alltag
Gedanken zum Lied: ↗ Am Montag komm ich nicht
Dauer: 03:25
Arbeitsmoral: Der Montag kommt bestimmt
„Am Montag komm ich nicht!“ Ein Kollege, der seinen Job hasste, lieferte den Titel für dieses Lied. Jeden Freitag kündigte er an, nicht wiederzukommen. Und jeden Montag war er wieder da. Mit Kater, übler Laune und einer ganzen Arbeitswoche vor sich.
Eine Geschichte über Arbeitsfrust und die Frage, ob wir Arbeit manchmal zu wichtig nehmen. Ein Blick auf den ganz normalen Alltag – ohne Anklage.
Arbeitsfrust und Stressbewältigung: Wir brauchen Ventile
Viele Menschen stehen im Beruf unter großer Anspannung. Sie müssen sich das Leben irgendwie erträglich machen. Kleine Fluchten, Montagsfantasien und andere Ventile gehören für viele zum Alltag. Doch diese Ventile sind nicht immer schön.
Verstehen heißt nicht verzeihen
Psychologische Bewältigungsstrategien helfen dabei, menschliches Verhalten und seine Ursachen zu verstehen. Aber Verstehen bedeutet nicht automatisch Verzeihen. Sucht und Gewalt können für andere Menschen verheerende Folgen haben.
Ich habe keinen Meta-Code für das Leben anderer Menschen. Aber wenn man die Ebene des Verstehens erreicht, ist viel gewonnen.
Verantwortung: Wenn die Kollegen die Arbeit machen müssen
Wer am Montag nicht zur Arbeit kommt, verschwindet nicht einfach aus dem System. Die Arbeit bleibt liegen oder wird anderen aufgebürdet. Die Kolleginnen und Kollegen haben ebenfalls eine schwierige Woche vor sich.
Eine demonstrative Arbeitsverweigerung ist deshalb keine harmlose Form des Aussteigens. Tarnen, Täuschen, Verpissen – verständlich vielleicht, aber sicher nicht schön.
Menschliche Widersprüche: Liebe statt moralischer Perfektion
Wir leben alle in Widersprüchen. Wir haben Ansprüche an uns selbst und an andere, denen wir nicht immer gerecht werden. Das moralisch einwandfreie Individuum gibt es nicht.