Heinrich Heine: Leise zieht durch mein Gemüt

Live Programm: Heinelieder
Artwork: Heinrich Heine: Leise zieht durch mein Gemüt

Über dieses Lied

Entstanden im Jahr 1830. Heine verbindet hier zwei seiner bekanntesten Frühlingslieder zu einer leichten, romantischen Komposition. Das Gedicht verschmilzt den leisen Klang des aufkeimenden Frühlings mit der Sehnsucht nach einer fernen Geliebten (der Rose) und der feinen, vielschichtigen Naturdynamik zwischen Schmetterling, Rose und Sonnenstrahl. Es erschien 1831 in der Sammlung „Neuer Frühling“ (Gedichte Nr. 1 und Nr. 7) und 1844 im Band „Neue Gedichte“.

Leise zieht durch mein Gemüt,
liebliches Geläute.
Klinge kleines Frühlingslied,
kling' hinaus ins Weite!

Kling hinaus bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen:
Wenn du eine Rose schaust,
sag, ich lass sie grüßen.

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
umflattert sie tausendmal.
Ihn selber aber liebend zart,
umspielt der goldene Sonnenstrahl.

Artwork: Heinrich Heine: Leise zieht durch mein Gemüt